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Jubiläum bei strahlendem Sonnenschein

Das zwanzig jährige Vereinsjubiläum hatte wettertechnisch hervorragende Bedingungen, wunderbare Gäste und prominente Redner*innen. Der Oberbürgermeister Thomas Westphal überraschte mit der Zusage einer Fördermitgliedschaft und damit sich für den Verein einsetzen zu wollen. Prof. Dr. Uli Paetzel der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft lobte die gesellschaftspolitisch wichtige Arbeit von Sail Together e.V. unterschiedliche Menschen mit und ohne Behinderung mit einem attraktiven Angebot zusammenzubringen. Die Vereinsmitglieder Jenny Mau und Till Martenka betonten warum es für Rollifahrer*innen gelebte Inklusion ist, gemeinsam segeln zu gehen. Der Vorsitzende Lothar Staendecke begrüßte alle Gäste und freute sich über so viel Unterstützung.

 

„Der Verein sail-together wurde am 5. Mai 2001 gegründet. Die Menschen, die diesen Verein ins Leben riefen denken, daß sich das Leben von behinderten Jugendlichen nicht abseits der Discos, Kinos, Theater, Jugendgruppen, Sportvereine, kurz: nicht abseits der schönen, bunten und spaßigen Seiten des Lebens abspielen sollte, sondern daß sie mit nichtbehinderten Jugendlichen zusammen eintauchen sollen in die bunte Vielfalt des Lebens.“

„Die sail-together Mitglieder möchten, daß behinderte und nichtbehinderte Jugendliche unbehindert miteinander leben können. Daß sie lernen Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen, und daß Jugendliche mit all ihren Sinnen begreifen, wie viel Spaß, Lebensfreude und Bereicherung ein solches Miteinander bedeuten kann.“ Aus der Pressemitteilung 6. Mai 2001  
Das Event wurde musiklisch mit maritimen Klängen von Tobias Schneider auf dem Schifferklavier begleitet. Der Verein Segelfreund*innen Phönixsee überreichte einen Vereinswimpel. 
Anbei eine kleine stichpunktartige Chronologie von Sail Together e.V.: 
2001 Gründung des Vereins Sail Together e.V. in Dortmund 
2001 Entwicklung der Idee einen barrierefreien hochseetauglichen Katamaran bauen zu wollen
2002 Kontakt zur Hochschule für Schiffsbau und Meerestechnik: gemeinsame techn. Entwicklung eines Segelkatamarans mit Rollifahrenden, Konstruktionspläne mit drei Diplomarbeiten entwicklet; Konkretion mit der Diplomarbeit von Carsten Weber aus Hamburg 
2003 Fundraising und Marketingskonzept mit der Hochschule Lingen –
2004 IDEE Bau des Katamarans in der der Gläsernen Werft in Stade;
2005 Finanzierungsmöglichkeiten können nicht konkretisiert werden 
2006 Konzentration auf regelmäßige barrierfreie Segeltörns mit der Lutgerdina auf dem Ijsselmeer und der Nordsee mit Sailwise NL 
2008 Kauf der ersten barrierefreien Stahljolle für Sail Together – heute Sail Together ONE von SAILWISE aus Holland
2009 – 2011 Restaurierung der Jolle in einer Scheune in Herdecke mit Matthias Müller, Dieter Dose (gestorben 3. Juni 2019) und vielen anderen;
und dann kam der Phönixsee
seit 2011 als einer der ersten Segelvereine auf dem Phönixsee in Dortmund
2013 Kirchentag Hamburg Inklusives Segeln auf der Aussenalster, Segeln mit dem heutigene Rollifahrer Samuel Koch – Unfall Show "Wetten das"
2014 erster Kontakt zur Emschergenossenschaft und die Idee einer Kooperation; Eichenholzgaffelsegelschiff mit den Namen Ambiscara – ist lateinisch und heißt Emscher gemeinsame Angebote und Events
2015/16 Neubau der Wheely Arrow mit Förderung des Landes NRW, der Evangelischen Kirche, der Sparkasse Dortmund  und vielen Einzelspender*innen gebaut von Matthias Müller Alu Schiff (105 tsd Aludosen) 
2017 Inklusionskampagne Segeln in Westfalen mit der Ev. Kirche v. Westfalen in Münster auf dem Aasee, in Herdecke auf dem Harkortsee, auf dem Baldeneysee in Essen und auf dem Phönixsee in Dortmund 
2018 regelmäßige Angebote mit Vereinen der Behindertenhilfe, Schulen, Kirchengemeinden, uvm. auf dem Phönixsee
2020 erste Joysticksteuerung für ein barrierefreies Segelschif realisiert mit der Bootswerft Baumgart
2020 Kooperation mit dem Diakonischen Werk Dortmund gGmbH Ausbildung von Mitarbeitenden für die Arbeit 
2021  - 20 jähriges Jubiläum auf der Kulturinsel am Phönixsee

"Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer."

Antoine de Saint Exupéry